Um Grabsteine zu reinigen, gibt es zwei Wege: Entweder man packt selbst mit Wasser und einer Drahtürste an, oder man greift auf geeignete Reinigungsmittel zurück. Letztere können den Arbeitsaufwand erheblich erleichtern – allerdings nur unter einer bestimmten Voraussetzung.
Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an
Hier gilt die Faustregel: Je länger man mit der Reinigung wartet, desto mehr Arbeit kommt auf einen zu.
-
Der einfache Weg (alle 3–4 Jahre): Wenn Sie den Grabstein regelmäßig alle 3 bis 4 Jahre pflegen, können Sie im Handel (oder direkt bei uns) ein geeignetes Mittel zum Aufsprühen besorgen. Nach einer kurzen Wartezeit duschen Sie den Stein einfach mit Wasser ab. In diesem kurzen Rhythmus macht das Spezialmittel das Bürsten komplett überflüssig, und das Grabmal sieht dauerhaft aus wie neu.
-
Bei stärkeren Verschmutzungen: Haben Sie viele Jahre lang gewartet und der Stein weist stärkere Verschmutzungen auf, reicht das Aufsprühen allein nicht mehr aus. In diesem Fall braucht es in jedem Fall eine Drahtbürste, um den hartnäckigen Schmutz mechanisch zu entfernen.
Das Alterungsverhalten von Natursteinen
Unabhängig von der Reinigungsmethode altern die verschiedenen Natursteine sehr unterschiedlich:
-
Polierter Granit: Er ist vergleichbar mit einer steinernen Küchenarbeitsplatte und sieht oft selbst nach 20 Jahren noch aus wie am ersten Tag.
-
Alle anderen Naturstein, ob geschliffen oder handwerklich bearbeitet – die meisten Steine nehmen mit der Zeit (ähnlich wie wir Menschen) Charakter an. Einige altern in Würde, andere können nach Jahren etwas schäbig wirken.
-
Granit & Kalkstein: Bearbeitete Granite halten durch ihre dichte Struktur etwas länger, das gilt auch für bestimmte Kalksteine.
-
Marmor & Sandstein: Diese Materialien verwittern deutlich schneller.
Gut zu wissen: Grundsätzlich gilt, dass Natursteine, die schneller verwittern, sich meistens auch besonders gut reinigen lassen. Der Pflegeaufwand sollte daher nicht der Hauptgrund bei der Materialauswahl für einen Grabstein sein. Wir beraten Sie hierzu gerne ausführlich und bringen Ihnen die verschiedenen Materialien näher.
Wann der Fachmann ran muss
Sollte der Stein über viele Jahre vernachlässigt worden sein und die Bürste intensiv zum Einsatz kommen, ist es nach der Reinigung meistens auch nötig, bei Gravuren die Inschrift nachzupatinieren. Besonders diesen letzten Schritt – das Erneuern der Schrift – sollten Sie unbedingt von einem Fachmann erledigen lassen.
Selbstverständlich können Sie die komplette Reinigung und das Nachpatinieren auch direkt bei uns in Auftrag geben.